Don Raffo ist immer und überall

Manuskript (Auszug) Band 1 "Volle Breitseite"

Die volle Breitseite, in Arbeit...


Vom normalen Leben plötzlich in Don Raffo's Welt

Alles über uns in Band 1 "Volle Breitseite"


In einem seltenen Anfall von Arbeitswut saß ich recht früh, um 7 Uhr morgens, Zuhause in meinem Büro. Plötzlich klingelte es sturm und ich ging an die Tür, um zu sehen wer um diese Zeit schon nervt. Es waren ca. 8-10 Personen, Polizei, Staatsanwalt, Kripo und welche von der Stadt. Der Staatsanwalt stellte sich vor und zeigte mir einen Beschluss zur Hausdurchsuchung, die dann auch sofort stattfand. Ich war davon wenig angetan und auch etwas ärgerlich, was zur Folge hatte, dass ich den Staatsanwalt beleidigte und zu den anderen Beteiligten auch nicht sehr freundlich war. In relativ kurzer Zeit hatten sie alles an Akten und Unterlagen mitgenommen und in den extra dafür bereitgestellten VW Bussen verstaut, ein Golf hätte es hierfür auch getan. Akten und Unterlagen waren für mich nie sonderlich wichtig und so hatte ich dieses Zeug immer weitgehend im "Rundaktenordner" entsorgt. Der, trotz Beleidigungen meinerseits, dauergrinsende Staatsanwalt zeigte mir dann noch einen rosa Schein (Haftbefehl) und so durften nicht nur meine Unterlagen, sondern auch ich direkt zum Polizeipräsidium mitfahren. Meine Frau hatte voller Panik einen Anwalt besorgt, der mir dort zur Seite stehen sollte, aber außer seiner Honorarforderung hatte dieser Typ nichts zu bieten.


Der Start in Don Raffo's Welt ( Der "Hammer" )


Bei der Polizei durfte ich die Nacht in einer Zelle verbringen und wurde direkt am folgenden Morgen von 2 netten Polizisten in die nächste JVA zur U-Haft gefahren. Nun war ich also in "Don Raffo's Welt" und kam nach der Aufnahmeprozedur sofort in eine Fünfmannzelle, in der schon vier Leutchen waren. Ich stellte mein Bündel (Knasterstausstattung) erst einmal ab und setzt mich an den Tisch, der in der Mitte des Raumes stand. Die zwei "Jungs", die ebenfalls am Tisch saßen, fragten mich ob ich einen Kaffee und eine Zigarette wollte, was ich dankbar annahm. Dabei begann das übliche "Abtasten", man will ja wissen mit wem man es zu tun hat. Nachdem ich also wusste, was mit wem machbar war, kamen einige schnelle Geschäfte zustande, um Kaffee, Zigaretten und etwas Kohle zu sichern. Meine Kommunikationsfähigkeit war hierbei sehr hilfreich. Dadurch hatte ich sehr schnell Kontakte zu allen möglichen Leutchen aufgebaut, die recht brauchbar waren.

Die Zeit und das Ende der U-Haft...
In der U-Haft entstanden viele Symphatien und Freundschaften und so hatte ich die Chance in der Küche arbeiten zu können. Der erste Mann dort ging in den Freigang und ich übernahm seine Position mit der notwendigen Härte und den entsprechendem Auftreten (King George, der Küchenboss). Normalerweise fängt jeder Neue erst mal unten an, mit Kartoffelschälen und so. Bei mir lief es anders und jedem der ein Problem damit hatte, machte ich relativ schnell klar, dass es eigentlich keine Probleme gibt, wenn man die richtige Sichtweise, nämlich meine, kennt. Dies zu vermitteln war mir, Gott sei Dank, in jeder Form gegeben. Mir ging es also richtig gut und so verging die Zeit der U-Haft mit vielen Erlebnissen und Menschen, die mir teilweise sehr an's Herz gewachsen waren. Dann kam mein Gerichtstermin und ich "kassierte" 6 Jahre und musste in eine andere JVA verlegt werden, weil die JVA, in der ich die U-Haft verbrachte, nur Häftlinge bis 18 Monate in Strafhaft halten durfte. Der Start in der neuen, großen JVA, soviel sei jetzt schon verraten, gestaltete sich völlig anders als ich es erwartet hatte.




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