Don Raffo ist immer und überall



Jetzt bin ich, George Paetsch, also Autor. Wie es dazu kam, erfahrt Ihr in Kurzform hier. Als Wirtschaftskrimineller erwachte bei mir durch den Erfolg und die Geldgier auch der Größenwahn. Da so etwas nicht lange gut geht landete ich völlig unerwartet im Gefängnis (U-Haft). Durch mein Interesse und das richtige kennenlernen der Menschen um mich herum, entstanden Don Raffo, Big Eddy und viele andere "Helden" die es eigentlich schon immer gab. Bislang hatte sie niemand in ihrem wahren Wesen erfasst oder beschrieben. Mit allen habe ich einzigartige und witzige Situationen erlebt. Diese Geschichten habe ich aufgeschrieben, um das Thema Leben im Knast durch etwas andere menschliche, humorvolle und einzigartige Blickwinkel zu bereichern.

"King George, der Küchenboss" wurde ich während der U-Haft in der Knastküche. Es begann damit, dass ich meine Mitgefangenen genau beobachtete und mir dadurch so einiges bewusst und klar wurde. Warum diese Menschen im Knast waren und zum Teil auch immer sein werden ist relativ unwichtig, wenn man bedenkt, dass in uns allen Eigenschaften wie Habgier, Neid, Eifersucht, Egoismus usw. schlummern. Wenn diese Eigenschaften erwachen und das Handeln bestimmen, verläuft das Leben plötzlich in völlig anderen Bahnen und man landet damit einfach in "Don Raffo's Welt".

Dort angekommen beginnt man damit zu schauen, was es für Möglichkeiten gibt, um gut zu leben, Privilegien zu haben und die Zeit zu überdauern. Arbeit ist hierbei hilfreich, sie lenkt ab und man bekommt Geld dafür. Da gibt es den Werkhof mit völlig stupider Akkordarbeit, die sogar auf der Zelle gemacht werden kann, um das Akkordziel zu erreichen. Die Arbeit in der Wäscherei ist auch nicht wirklich toll. Es sind Jobs, die man nur hassen kann egal was dabei "rumkommt". Gute Jobs, wie Hausarbeiter, Kammerarbeiter oder Büchereiarbeiter sind in der Regel besetzt, fast immer mit ekligen Schleimern. Da bleibt eigentlich nur die Küche, zwar mit viel Arbeit aber auch gutem Essen und sehr vielen Privilegien. Also wurde ich dort "King George, der Küchenboss". Ich sicherte mir diesen Status mit meinem Auftreten und dem Hintergrund einer recht guten Shotokan Karate Ausbildung. Allen "Helden" habe ich damals direkt erzählt, dass sie in einem Comicbuch mit ihren "Künstlernamen" und unseren Erlebnissen erscheinen werden. Alle waren von dieser Idee sehr angetan, nur Ralf wollte anfangs nicht so wirklich "Don Raffo" genannt werden. Möglicherweise stellt sich die Frage ob ich etwas bereue, resozialisiert bin oder etwas in meinem Leben anders machen würde. Nun, ich bereue nichts, sozial war ich schon immer und anders machen kann man rückblickend nichts. Alle meine Entscheidungen im Leben habe ich Situationsbedingt getroffen, wobei ich nicht anders handeln konnte oder wollte. Dies in Frage zu stellen wäre Heuchelei und passt eher zu Politikern, Kirchenfutzis, Bankern, Lobbyisten und ähnlichen Honks, als zu mir. Honk = Hirn Ohne Nennenswerte Kapazität.

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